Herzlich willkommen!

Vielfältig, ausgewogen und bedürfnisorientiert – das ist die Adventgemeinde Nürnberg – Hohe Marter. Wir sind Teil der weltweiten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Hier auf unserer Homepage können Sie sich über unsere örtlichen Veranstaltungen und Angebote informieren.
Wir freuen uns über Gäste und Besucher! In unserem Gottesdienst sind Sie herzlich willkommen!
 
Ihre Adventgemeinde Nürnberg - Hohe Marter
 

Sie hörten den Herrn, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Und Adam versteck­te sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes des Herrn unter den Bäumen im Garten. Und Gott der Herr rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? 1. Mose 3,8.9

Im Laufe des Lebens hören wir viele Fragen. Da sind die Fragen der Kinder, neugierig die Welt erkundend; oder die Fragen der Jugend, erwar­tungsvoll; schließlich auch die schweren Fragen des Alters. Doch eine Frage übertrifft alle anderen an Gewicht - die „Standortfrage“: „Adam, wo bist du?“ „Adam“ bedeutet im Hebräischen: „Mensch“ -einfach „Mensch“. Daher lautet die Frage Gottes an uns: „Mensch, wo bist du?“

Eine Geschichte aus dem alten Russland erzählt vom Gespräch zwischen einem Polizeichef und einem jüdischen Rabbi, der im Gefängnis sitzt. „Erkläre mir, Rabbi, wie es möglich ist, dass der Allgegenwärtige den Versteckten nicht sieht!“ Der Rabbi entgegnet ihm: „Wenn Sie die Bibel für ein Buch halten, das auch Ihnen gilt, dann müssen Sie wissen, dass diese Frage auch an Sie gerichtet ist. Gott fragt Sie in diesem Augenblick nach Ihrem Standort, genauer: Was willst du im Grunde?“

Natürlich wusste Gott, wo Adam war. Gott weiß, wo wir sind. Aber er wollte Adam helfen, aus sei­nem inneren Versteck herauszufinden. Irgendwann begegnet diese Frage jedem Menschen: Was willst du im Grunde? Wir weichen gern aus. Psycholo­gisch ausgedrückt: Wir verdrängen das.

Die „Standortfrage“ kann einem erst im Alter begegnen, aber auch schon in der Kindheit. Eine 12-Jährige war mit ihren Eltern im Urlaub. Auf dem Balkon ihrer Ferienwohnung spielte sie mit den dort aufgestapelten Holzscheiten. Plötzlich fiel ihr ein Holzscheit aus der Hand - und es krachte auf die Terrasse unter ihnen - dicht neben einen Kinder­wagen, in dem ein Baby schlief! Die 12-Jährige erzählte ihren Eltern nichts davon; aber die jetzt 34-Jährige sagte im Rückblick: „Ab diesem Tag hat die Welt für mich ganz anders ausgesehen!“

Mensch, was willst du im Grunde? Ich glaube nicht, dass die Antwort bei jedem Menschen gleich lauten wird. Ich habe sehr unterschiedliche Antwor­ten darauf gehört; einige davon haben mich stark bewegt. Meine persönliche Antwort lautet: Ich will Gott ganz gehören und an der Hand meines Herrn Jesus Christus bleiben.

von Dieter Leutert

© Advent-Verlag Lüneburg - Mit freundlicher Genehmigung